Die richtige Vorgehensweise bei einem Befall durch Hausmarder

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Wenn ein oder mehrere Marder ins Haus gelangen, suchen sie häufig in geschützten, dunklen Hohlräumen, beispielsweise auf dem Dachboden oder in der Garage, Unterschlupf. Dort hinterlassen die kleinen Tiere oftmals große Schäden, indem sie ihren Urin und Kot verteilen oder die Bausubstanz zernagen. Damit der Marder nicht zur Kostenfalle wird, gilt es einige Dinge zu beachten und rechtzeitig die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Woran erkennt man einen Marderbefall?

Marder sind sogenannte „Kulturfolger“. Da die Tiere als Allesfresser sehr flexibel in ihrer Ernährung sind, findet man sie häufig in der Nähe von Menschen, in Dörfern, aber auch in Großstädten. Marder sind nachtaktiv und äußerst scheu, weshalb man sie nur selten zu Gesicht bekommt. Stattdessen findet man die Schäden vor, die das Tier hinterlässt – angefangen bei angenagte Leitungen über zerbissene Isolierungen oder Urin- und Kot-Reste.

Da Marder meist durch das Dach ins Haus kommen, sind enge Gänge in der Isolierung des Dachbodens ein Indiz für einen Marderbefall. Weitere Anzeichen für einen Befall sind trappelnde und scharrende Geräusche auf dem Dachboden, insbesondere in den Morgen- und Abendstunden. Darüber hinaus finden Hausbesitzer häufig Kot- und Urinspuren sowie Nahrungsreste in Form von Aas. Allgemein bevorzugen Marder die oberen Stockwerke, im Keller dagegen findet man sie so gut wie nie.

Bei einem Marderbefall des Autos kann man ähnliche Spuren finden. Auch hier nagt das wendige, schlanke Tier Leitungen, Schläuche und Kabel an. Häufig findet man zudem Kotspuren, Nahrungsreste oder Fellfetzen. Letzte Gewissheit gibt der Blick unter die Motorhaube.

Welche Probleme können durch einen Marderbefall entstehen?

Sowohl im Haus als auch im Auto bringt der Marder echte Probleme mit sich und es kann sehr teuer werden. So werden beispielsweise Reparaturen fällig, wenn sich das Tier durch die Dachisolierung nagt, Leitungen zerfrisst oder die Fassade zerkratzt. Zerbeißt der Marder Leitungen und Schläuche im Motorraum von Fahrzeugen, werden ebenfalls teure Reparaturen nötig. Meist entstehen die Schäden an weichen Kunststoffen wie Zündkabeln, Stromleitungen, Isoliermatten und den Schläuchen für das Kühl- und Scheibenwischwasser.

Neben dem finanziellen Schaden kommt es zu Geruchs- und Lärmbelästigungen. Bringt das Tier Aas mit ins Haus, entstehen Maden und Fliegen, die nicht nur lästig, sondern sogar gesundheitsschädigend sein können. Hinzu kommt, dass Marder Krankheiten wie Tollwut auf den Menschen übertragen können.

Was sind die Ursachen für den Befall?

Der Hausmarder ist in Deutschland heimisch und daher überall verbreitet. Da die Tiere sehr anpassungsfähig sind, halten sie sich an den Menschen und finden sogar in Großstädten ideale Lebensräume.

Marder schätzen kleine, höhlenartige Räume als Versteck und Rückzugsort. Aus diesem Grund bieten ihnen die Hohlräume unterm Dach oder der Motorraum von Autos Schutz und ideale Lebensbedingungen. Unmittelbar nach dem Abstellen des Autos profitieren die Tiere sogar noch von der Abwärme.

Wie erfolgt die Beseitigung des Hausmarders?

Bei der Marderbekämpfung ist es wichtig, so früh wie möglich zu handeln und konsequent gegen die Tiere vorzugehen, um größere Schäden zu vermeiden. Viele verzweifelte Hausbesitzer setzen daher von Anfang an auf die Hilfe eines Fachbetriebs.

In der Regel stellt der Experte eine Kastenfalle mit einem Ei oder einem anderen Köder auf, in die das Tier gelockt werden soll. Üblich ist inzwischen aber auch die Mardervergrämung durch ein spezielles, mit Bitterstoffen versetztes Pulver. Dieses wird an den Stellen im Haus verteilt, an denen sich der Marder gerne aufhält, und bleibt an seinem Fell hängen, wenn er vorbeiläuft. Bei der Fellwäsche nimmt das Tier das Pulver oral auf und meidet in der Folge die behandelten Orte.

Wie kann man sich in Zukunft vor einem Befall schützen?

Damit Marder nicht mehr von außen in den Dachboden gelangen können, sollten alle Einschlupflöcher verschlossen oder mit einem engmaschigen Draht abgedichtet werden. Hausbesitzer sind also aufgefordert, das Dach nach möglichen Löchern abzusuchen. Alternativ kann man einen Profi mit dieser Aufgabe beauftragen. Bei Bedarf arbeitet dieser mit einer speziellen Inspektionskamera, um die Eintrittmöglichkeiten für Marder bestmöglich zu ermitteln.

Zum Schutz des Autos vor Mardern kann man eine elektronische Marderscheuche im Motorraum platzieren oder aber einen mit engmaschigem Draht bespannten Holzrahmen unter das Fahrzeug legen.

Achtung: Steinmarder unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht und darf daher ausschließlich von berechtigten Personen und in der Jagdsaison (Herbst – Frühjahr) gejagt werden. Dies gilt auch für Marderfallen, die nur von Profis aufgestellt werden dürfen.

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